Rassekaninchenzüchterverein Grünewalde D110

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Die Gründung des Vereins fand am  26.Juli 1926 statt. In den ersten Jahren war er noch ein Kleintierverein¸ außer Kaninchen wurde auch Rassehühner,  -tauben und -gänse gezüchtet.
Trotz Anfangsschwierigkeiten begann sich schon bald ein reges Vereinsleben zu entwickeln. Immer mehr Mitglieder wurden geworben, es wurden schon damals Ausstellungen, Tanzveranstaltungen mit Tombola, Kegelabende u.a. Veranstaltungen organisiert. Im Laufe von zwei Jahren hatte der Verein einen Mitgliederstand von 21 aktiven Züchtern erreicht.
Die Zeit des Hitlerfaschismus brachte dem Verein viele Probleme.
Es waren z.B. nicht alle Mitglieder bereit, den Hitlergruß zu benutzen, für manche war dieser sogar ein Anlaß zum Austritt. Durch parteiliche bzw. politische Querelen im Verein und später durch die Einberufungen zur Wehrmacht  kam das Vereinsleben fast völlig zum Erliegen.
Ein weiterer Grund dafür war aber auch, dass der Erwerb von Futter- und Aufzuchtmitteln sowie Beschaffung von guten Zuchttieren zu dieser Zeit sehr schwierig war.
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann am 8. Januar 1946 durch engagierte Züchter die Vereinsarbeit wieder. Die Zuchtfreunde widmeten sich jetzt nur noch der Rassekaninchenzucht. Als Sparte Rassekaninchenzüchter G110 Grünewalde im Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) gab es große Erfolge zu verzeichnen. So wurden erfolgreiche Zuchtfreunde des Vereins für ihre hervorragenden züchterischen Leistungen als „Kreismeister“, „Anerkannter Spezialzüchter“ und „Pokalsieger“ ausgezeichnet. Die Grünewalder Kaninchenzüchter waren zu DDR-Zeiten ständig bemüht, die staatlich geförderte Weißfleischproduktion zu erhöhen. So wurde bis 1989 der Verein mehrfach vom Kreisverband des VKSK als „Hervorragendes Spartenkollektiv“ prämiert.
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 trägt der Verein den Namen „Rassekaninchenzüchterverein Grünewalde D110“.
Das Anliegen des Vereins ist - wie in jedem Züchterverein - der Erhalt der jeweiligen Tierrassen. Die sieben Mitglieder züchten heute insgesamt sechs Kaninchenrassen, die so klangvolle Namen tragen wie „Helle Großsilber“ oder „Marburger Fee“ .
Weitere Rassen sind die „Holländer“, die „Kleinsilber“, die „Kleinchinchilla“ und die „Meißner Widder“.
Jährlich zum Erntefest findet eine Ortsschau statt, auf der alle Züchter ihre besten Tiere vorstellen und um die gestifteten Pokale ringen.
Im Jahr 2001, feierte der Verein sein 75jähriges Jubiläum .


Das erklärte Ziel des Vereins ist es, die züchterische Vielfalt der Anfangsjahre wieder herzustellen, nicht zuletzt, um die Attraktivität der Tierschauen für die Besucher zu erhöhen.
Ganz im Sinne des Heimatvereins, der sich den Erhalt alter und vom Aussterben bedrohter Haustierrassen auf die Fahnen geschrieben hat, sollen neben Kaninchen auch wieder Enten, Gänse, Hühner und Tauben gezüchtet werden. Die Tierhaltung hat in unserem Ort eine lange Tradition, die durch die Bildung eines gemischten Kleintiervereins neu belebt werden könnte.
Für die Erreichung dieses Zieles sind neue Mitstreiter jederzeit willkommen !

Ansprechpartner für Züchter und Freunde des Vereins:

Helmut Arlt - 1.Vorsitzender

Mückenberger Str.1
01979 Grünewalde
0 35 74 / 76 12 12

 

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